Lichtspiel/Kinemathek Bern

Created with Sketch.
Sandrainstrasse 3, Bern

In den alten Backsteingebäuden an der Sandrainstrasse in Bern, wo einst die Maschinen der Ryff Strickwarenfabrik ratterten, rattern heute die Projektoren des LICHTSPIELS. In den verwinkelten Räumen des Dachstocks befinden sich neben den Werkstätten und Büros auch das Schaulager und das Kino des Vereins. In diesen Räumen herrscht ein emsiges Treiben, da werden Filme analysiert, erfasst und archiviert, da wird der Zustand des Zelluloids geprüft und beurteilt, wie es am besten gelagert werden soll. In den Archiven lagern Filmschätze und Dokumente, die es vermögen, uns in vergangene Zeiten zu entführen, die uns an unsere Kindheit erinnern oder uns zeigen, wie unsere Urgrosseltern gelebt haben. Aber nicht nur die Filme sollen die Zeit überdauern, auch die passenden Gerätschaften sind unersetzlich. So kann man im Schaulager unzählige Utensilien aus der Filmbranche entdecken. Da findet man die skurrilsten Maschinchen und die grössten Apparate aus den unterschiedlichen Epochen der Filmgeschichte. Hier werden die Filmschätze nicht nur gelagert, sondern auch einem breiten Publikum präsentiert. Nach Themen sortierte Filmabende, Retrospektiven, Bildungsveranstaltungen und Privatvorführungen gehören unter vielem anderem zum Programm. Auch finden sich hier Filmgrössen wie Fredi Murer, schillernde Figuren wie Oswalt Kolle oder gar der ganze Bundesrat zu einem Stelldichein.

Die Kinos im Kanton Bern bleiben bis am 23. November 2020 geschlossen, eine Auswahl der Filme de «Fokus» Programms und die Einführung von Martin Ulmer in den Film «Les Hirondelles de Kaboul» können über die Streaming-Plattform geschaut werden. Das Podium findet statt und man kann sich per Live-Stream daran beteiligen. Auch die Kinder-Workshops finden statt.

Bilder: Christoph Pieren